Salzburg kommt mit dem Schrecken davon

Der Bericht der Experten bringt eine Wende mit sich, mit der nicht einmal die größten Optimisten gerechnet hätten. Das Land Salzburg auch in den Spekulationsgeschäften einen Gewinn von 74 Millionen Euro erzielt. Am 6. Dezember 2012 wurde noch von einem Verlust gesprochen, welcher die Höhe von 340 Millionen Euro betrug.

Brenner

Politisch ändert sich nichts

Doch auch wenn die Salzburger nun positiv überrascht wurden, so ändert dies nichts an der politischen Lage. Am 5. Mai 2013 wird in Salzburg der Landtag neu gewählt. Auch deswegen, weil die Referatsleiterin mit 1,35 Milliarden Spekulationsgeschäfte abschloss, welche nicht genehmigt wurden. Zudem ist auch die Stimmung zwischen den Sozialdemokraten und der Volkspartei am Siedepunkt angelangt. Denn die ÖVP hatte bereits vor dem Ergebnis der Experten mit einer Aussendung erklärt, weshalb es zu den Verlusten kam. Ein voreiliger Entschluss, welcher die SPÖ, allen voran Landesrat Brenner, sauer aufstoßen lässt. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so Brenner. Der bereits zurückgetretene Landesrat wird – auch wenn Salzburg nun einen Gewinn erwirtschaftet hätte – jedoch nicht seinen Rücktritt zurücknehmen. Denn das Portfolio, welches zwar derzeit einen Gewinn mit sich bringt, bringt auch jede Menge Risiken. Gabriele Burgstaller, Landeshauptfrau der Salzburger und Landeschefin der Salzburger SPÖ, will sofort Sicherheiten aufbauen und schnellstmöglich aussteigen.

Nicht nur am Blatt sondern auch in der Realität stabil

Man möchte nämlich durchwegs die Finanzen in Salzburg stabil halten. Das ist ein Anliegen der Landeshauptfrau, welche sich am 5. Mai 2013 ebenfalls vor dem Volk in Form einer Wahl den Spekulationsgeschäften stellen muss. Dass nämlich Burgstaller von der ganzen Thematik nichts wusste, kauft ihr niemand ab. Die Opposition, allen voran Karl Schnell, Obmann der Salzburger Freiheitlichen, steht in den Startlöchern und befindet sich seit dem Bekanntwerden der Verluste im Wahlkampf. Unterstützt werden die Salzburger von Heinz-Christian Strache, Obmann der Freiheitlichen, welcher durchwegs Chancen sieht, im Spekulationssumpf einige Prozentpunkte gewinnen zu können.

Bildquelle: Oe1.orf.at