Jugendcoaching für Österreichs Jugendliche

Sieben Prozent der österreichischen Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren drücken weder die Schulbank, noch machen sie eine Ausbildung oder gehen einer Arbeit nach. Um diesen Trend zu verhindern und Jugendlichen frühzeitig eine Perspektive zu geben, wurde ein neues Projekt gestartet. Das vom Sozialministerium ins Leben gerufene Jugendcoaching wird jetzt an allen Schulen in Österreich angeboten.

Jugendliche

Ausgeweitetes Clearing-Modell

Zuvor hatte es schon das Clearing-Modell gegeben, welches sich vor allem an Jugendliche wendete, die schulische, gesundheitliche oder soziale Probleme hatten. Seit über zehn Jahren gab es bereits dieses Angebot des Sozialministeriums, doch nun richtet sich dieses Modell an alle Jugendlichen, insofern diese das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wobei es auch hier Ausnahmeregelungen für Menschen mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf gibt. Das Angebot richtet sich gezielt an Schüler der neunten Jahrgangsstufe. Auch Jugendliche, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Schule besuchen, dürfen sich einfach an die Beratungsstellen der Trägerorganisation wenden.

Gezielte Beratung und Case Management helfen Jugendlichen

Zunächst werden die Schüler in Erstgesprächen informiert, welche Möglichkeiten ihnen nach der Schulausbildung zur Verfügung stehen. Anschließend gibt es eine Beratung, genau auf die einzelnen Schüler zugeschnitten, um individuelle Lösungswege zu finden. Und falls dies nicht ausreichen sollte, gibt es auch das sogenannte „Case Management“. Hier sollen Jugendliche unterstützt werden, die noch zusätzliche Hilfen benötigen, um einen Weg ins Berufsleben zu finden. Es wird auf die individuellen Neigungen und Fähigkeiten des Betreffenden eingegangen und der höchstmögliche Abschluss für den Jugendlichen angestrebt. Genauso wichtig ist es im Anschluss die Jugendlichen bei der Stange zu halten, damit sie eine Ausbildung beenden und anschließend auch den Weg ins Berufsleben finden. Meist sind hier Jugendliche betroffen, die auch vonseiten der Eltern wenig bis hin zu gar keiner Unterstützung erfahren und oftmals höchstens eine Pflichtschulabschluss erlangen. Vor allem auch junge Migranten sind von der Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Für sie kommt erschwerend dazu, dass sie oftmals nur Deutsch als Zweitsprache sprechen und durch diese Schwierigkeiten verlassen sie häufig die Schule mit wesentlich schlechteren Noten und haben somit noch weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Hier stehen die Jugendcoaches mit Rat und Tat zur Seite und beraten die Jugendlichen, was sie erreichen können, wenn sie sich anstrengen. So sollen weit weniger Jugendliche zu Bildungsverlierern werden.

Bildquelle: De.sott.net